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Projektbeschreibung.

Baugebiet:
Das trapezförmige Baugebiet liegt in der Gemarkung Olching-Esting.

Fläche Baugebiet gesamt:
32.096 m²
Grundstücksflächen gesamt:
17.279 m²

Die Bodenarten sind (ab GOK) wie folgt vorzufinden:
0 bis -0,30m Humus
-0,30 bis -1,10 m sandiger, leicht bindiger Kies (GU)
-1,10 bis -1,30 m lehmige Zwischenschicht (GU*/UM)
-1,30 bis -4,00 m sandiger, leicht bindiger Kies (GI/GU)

mittlerer Grundwasserstand: ca. 2,30 m unter GOK.


Planung:

Eingabeplanung + Statik:
Architekturbüro Giorgio Achtelstetter
Industriestraße 11
85229 Markt Indersdorf

Tel.: 08136 5061

Verkehrsplanung + Planung Nahwärmenetz:
Ingenieurbrüo Lais
Hauptstr. 2
82293 Mittelstetten

Tel.: 08202 2050


Aufgabenbereiche
Bauunternehmen Häfelein:

  • Bauleitung. Die bauleiterischen Tätigkeiten umfassten die Erstellung von Rohbauten.
  • Koordination der Verlegung des Nahwärmenetzes. Die Ausführung wurde durch die Firma Rüwo Hausbau und Immobilien GmbH erbracht.

Allgemeines:
Auf dem Baugebiet wurden in der Zeit von Oktober 2008 bis Dezember 2009 50 individuell geplante Häuser + 1 Heizgebäude errichtet. Das Baugebiet spaltet sich in verschiedene Bauabschnitte, welche aus Einfamilien- bzw. Reihenhäusern bestehen. Diese Bauabschnitte sind wiederum in 50 Wohneinheiten unterteilt. Die Häuser wurden alle im KfW40-Standard errichtet.
Definition KfW40-Effizienzhaus (ENEV 2004): Der Jahres-Primärenergiebedarf ist auf maximal 40 kWh/m² Gebäudenutzfläche pro Jahr beschränkt.
Auf dem gesamten Baugebiet wurde Wasserhaltung betrieben. Um auf diesem Bereich kosten zu sparen wurde die Wasserhaltung baugebiets-intern abgewickelt, wobei hierfür zwei Überlaufbecken vorgehalten wurden. Die Oberflächenwasser-Versickerung (Regenwasser) wird durch Rigolen sichergestellt.


Nah
wärmenetz:
Jede Wohneinheit ist wärmetechnisch mit dem "Heizhaus" verbunden. Das Heizgebäude wurde mit einem 30.000 liter Tank (Betriebsdruck: 2,5 bar; Durchmesser: 2,5 m) und einem 10.000 liter Tank (Betriebsdruck: 6,0 bar; Durchmesser: 2,0 m) ausgestattet. Die Betriebstemperatur beträgt 110 ° Celsius. Die Wanddicke der Behälter ist 7mm stark.

"100% erneuerbare Energie"!
Mittels Grundwasserwärmepumpe wird erneuerbare Energie erzeugt.
Grundwasser wird in die Heizzentrale gepumpt und dort aufbereitet. Von hier aus wird das warme Wasser im Sanitär- und Heizungskreislauf den Häusern zugeführt. Nach dem die Wärme mittels einer Übergabestation in den hausinternen Pufferspeichern gehalten wird, wird das abgekühlte Wasser zurück in das Heizgebäude geführt. Von dort aus wird es über einen Sickerbrunnen dem Grundwasser zurückgeführt.

Der Werkstoff "Flexalen":
Die Wärmeleitungen wurden mittels Thermaflex "Flexalen 600" verlegt. Bei dem Rohrsystem Flexalen handelt es sich um vorisolierte Kunststoffrohre, welche aus größtenteils recycelbaren Polyolefinen besteht. Die Isolierung besitzt eine Wärmeleitfähigkeit l = 0,031 W/mK bei 50°C.
Darüber hinaus besticht der Werkstoff Flexalen 600 durch einen Einsatzbereich mit hohem Spektrum:
• Einsätze für einen hohen Betriebsdruck bis zu 8 bar bei 95°C (PB-Mediumrohr).
• Einsätze im Temperaturbereich von –80°C bis +95°C, da Polyolefine Isolierung.

Das Rohrsystem:
Im Gesamten wurden in diesem Baugebiet 1750 lfm Flexalen-Stränge verlegt. Ein Strang besteht aus zwei isolierten Leitungen, welche wiederum aus jeweils Vor- / Rücklauf für Heizung und Vor- / Rücklauf für Sanitär bestehen. Gesamt wurden 3500 m isolierte Leitungen verlegt.
Die Zuleitung zu den Häusern wurde mittels je zwei Kerbohrungen DN150 pro Haus (insgesamt ca. 100) ausgeführt. Das Baugebiet liegt auf Geländehöhe 505,08 m ü. NN und hat einen mittleren Grundwasserstand von 502,50. Durch diesen Umstand stehen alle Häuser im Grundwasser. Somit waren absolut dichte Hausanschlüße unabdingbar, wobei eine nachhaltige Dichtigkeit nur erbracht werden kann, indem das System sowie die Hausdurchführungen gewartet werden. Dies heisst unter anderem, dass die Ringraumdichtungen (Hausdurchführungen) von Zeit zu Zeit nachjustiert werden müssen.

Die Leitungen wurden nach den jeweils verlegten Abschnitten mit 12 bar abgedrückt, um die Dichtheit des Nahwärmenetzes gewährleisten zu können. Hier ist anzumerken, dass die verlegten Hausdurchführungen nach einer gewissen Zeit nachgezogen werden müssen, um die Dichtigkeit zu gewährleisten.